14. Mär 2026
Steffen Wieseke

Wiener Prater mit Raphael und Angi im Sommer 2025

Wiener Prater mit Raphael und Angi im Sommer 2025

Der Wiener Prater zählt zu den bekanntesten Freizeitarealen Europas und verbindet auf einzigartige Weise klassische Kirmesatmosphäre mit historischen Attraktionen und modernen Fahrgeschäften. Im Juli waren wir für mehrere Tage vor Ort und möchten euch hier unsere persönlichen Eindrücke, Empfehlungen und Tipps für einen Besuch geben.

Allgemeines zum Wiener Prater

Der Prater ist kein klassischer Freizeitpark mit einem einzelnen Betreiber, sondern ein öffentlich zugängliches Gelände mit vielen verschiedenen Attraktionen, Restaurants, Spielständen und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die einzelnen Fahrgeschäfte werden von unterschiedlichen Betreibern oder Schaustellern betrieben. Dadurch entsteht eine besondere Mischung aus Freizeitpark und traditioneller Kirmes.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Olympia Looping, die größte reisende Achterbahn der Welt, die zeitweise ebenfalls im Prater gastiert.

Der Prater selbst ist rund um die Uhr frei zugänglich, allerdings haben nicht alle Attraktionen zu jeder Zeit geöffnet. Während unseres Besuchs unter der Woche hatten beispielsweise zwei kleinere Achterbahnen geschlossen, sodass wir diese leider nicht fahren konnten.

Die meisten Fahrgeschäfte öffnen in der Regel gegen 11:00 Uhr und bleiben häufig bis etwa 01:00 Uhr nachts in Betrieb.

Auch die Preise variieren stark je nach Attraktion. In der Regel bewegen sich die Kosten zwischen 3 € und 15 € pro Fahrt. Aktuelle Preise findet man am besten direkt auf der offiziellen Website prater.at.

Ein kleiner, aber sehr praktischer Tipp: Auf dem gesamten Gelände stehen mehrere Getränkeautomaten, an denen man für nur etwa 1 € Softdrink-Dosen (0,33 l) oder Wasserflaschen (0,5 l PET) kaufen kann – für einen Freizeitpark eine wirklich erfreuliche Ausnahme.

Prater Museum

Besonders spannend fanden wir auch das Prater Museum. Dort bekommt man einen sehr guten Einblick in die lange Geschichte dieses traditionsreichen Vergnügungsparks. Wer sich für Freizeitparkhistorie interessiert, sollte hier unbedingt einen kurzen Stopp einlegen.

Unsere Highlights im Prater

Olympia Looping

Während unseres Besuchs stand der Olympia Looping noch im Prater. Diese riesige Achterbahn ist die größte reisende Anlage ihrer Art weltweit und allein schon aufgrund ihrer Dimensionen ein beeindruckender Anblick. Es ist faszinierend zu sehen, dass eine solche Anlage regelmäßig auf Volksfesten aufgebaut wird.

Blue Planet

Von außen wirkt Blue Planet zunächst eher unscheinbar. Hinter der Fassade verbirgt sich jedoch ein überraschend liebevoll gestalteter Walkthrough mit Dino-Theming und mehreren Show-Szenen. Auch wenn die Anlage nicht mehr ganz neu ist, macht sie sehr viel Spaß und bietet ein Erlebnis, das man so nicht in jedem Freizeitpark findet.

Ecstasy

In Sachen Thrill war Ecstasy für uns das absolute Highlight. Die Fahrt bietet extrem intensive Hangtime-Momente, starke Lateralkräfte und ein insgesamt sehr dynamisches Fahrgefühl. Dazu kommt eine hervorragend abgestimmte Musik („Reko“), die das Erlebnis zusätzlich verstärkt.

Ein humorvolles Detail: Bei dieser Attraktion werden sogar Kotzbeutel mit lustigem Motiv bereitgestellt.

Unser Tipp: Am besten fährt man Ecstasy erst nach 20 Uhr, da die Anlage dann mit einem intensiveren Fahrprogramm betrieben wird.

Ejection Seat

Unser erster Ejection Seat war ebenfalls ein echtes Erlebnis. Mit rund 110 km/h wird man auf etwa 90 Meter Höhe geschossen – ein kurzer, aber unglaublich intensiver Adrenalinkick mit großartiger Aussicht über Wien.

Wiener Looping (Neuheit 2025)

Eine der großen Neuheiten ist der Wiener Looping, ein Mack Big Dipper Coaster. Besonders beeindruckend ist der First Drop mit 92° Gefälle, der für starke Airtime sorgt.

Auch das restliche Layout überzeugt, vor allem die Banana Roll, die sich sehr dynamisch und angenehm fahren lässt. Für uns definitiv eine der besten Achterbahnen im Prater.

Wiener Riesenrad

Das Wiener Riesenrad ist nicht nur eine Attraktion, sondern ein echtes Wahrzeichen der Stadt. Es wurde 1897 zum 50-jährigen Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph I. erbaut und ist damit eines der ältesten noch betriebenen Riesenräder der Welt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt und später wieder aufgebaut. Heute bietet es einen beeindruckenden Blick über Wien und ist ein Muss für jeden Prater-Besuch.

Hochschaubahn

Ein weiteres historisches Highlight ist die Hochschaubahn, die bereits seit 1950 im Prater steht. Das Besondere an dieser Achterbahn: Während der Fahrt sitzt ein Mitarbeiter als Bremser im Zug, der die Geschwindigkeit mit einer Handbremse reguliert – eine Technik aus einer ganz anderen Zeit der Achterbahngeschichte.

Der Wiener Prater hat uns wirklich sehr gut gefallen. Die Mischung aus Freizeitpark, Kirmes und historischer Attraktionskultur macht diesen Ort einzigartig.

Neben modernen Thrillrides findet man hier viele außergewöhnliche und teilweise sehr historische Anlagen. Gleichzeitig ist die Infrastruktur des Parks gut ausgebaut, und das gesamte Gelände ist angenehm gestaltet.

Wer Freizeitparks liebt, sollte den Wiener Prater unbedingt einmal besuchen – allein schon wegen der besonderen Atmosphäre und der Vielfalt an Attraktionen.

 

Aktualisiert March 14, 2026